Pflegeberatung Marchner
Pflegeberatung Marchner

Bundespflegegeld

Ein wichtiger Aspekt in der Pflege und Betreuung ist auch die finanzielle Absicherung und Unterstützung für den Pflegebedürftigen.

Dazu möchte ich Ihnen einen kurzen Einblick rund um das Pflegegeld geben. Basierend auf der gesetztlichen Grundlage.

 

Zweck des Pflegegeldes

Das Pflegegeld  soll dem Bezieher (Pflegebedürftigen) ein selbstbestimmtes und bedürfnisorientiertes Leben ermöglichen. Der pauschale Betrag soll dem Pflegebedürftigen die Möglichkeit geben, sich dadurch, den für ihn notwendige Betreuung und Unterstützung zu sichern.

 

Anspruch auf Pflegegeld haben alle Personen, die ihren Aufenthalt in Österreich haben. Zum einem sind Bezieher einer Vollrente berechtigt, zum anderen auch Kinder, Schüler und Studenten (dazu gibt es bestimmte Kriterien). Zudem gibt es noch weitere Personengruppen, auf die ich hier aufgrund der Vielfalt bzw. der Besonderheiten, nicht speziell eingehe.

 

Voraussetzungen für den Erhalt des Pflegegeldes ist ein mindestens sechs Monate andauernder Pflegebedarf, aufgrund einer körperlichen, geistigen/psychischen Behinderung, sowie einer Sinnesbehinderung. Der Pflegebedarf wird in sieben Stufen eingeteilt. Jeder Stufe liegt ein monatliches Stundenausmaß bzw. auch definierte Kriterien zugrunde.

 

Die Höhe des Pflegegeldes richtet sich nach dem festgestellten Pflegebedarf und wird zwölf Mal im Jahr ausbezahlt.

 

Dauer des Pflegegeldbezuges

Mit dem Datum bzw. dem Einlagen des Antrages steht dem Antragsteller das Pflegegeld zu, sofern ein Pflegebedarf ab Stufe 1 festgestellt wird. Der Pflegegeldbezug erlischt mit dem Tod des Beziehers oder bei Beendigung der Pflegebedürftigkeit. Ebenso sieht das Gesetz eine Ruhendstellung (für diese Tage wird kein Pflegegeld gezahlt) vor, z. B. während eines stationären Aufenthaltes in einem Krankenhaus oder Rehabilitationsklinik.

 

Die Antragstellung kann bei jedem Sozialversicherungsträger, Gericht oder einem Gemeindeamt erfolgen und wird von dort an den zuständigen Entscheidungsträger weitergeleitet.

 

Begutachtung zur Feststellung des Pflegebedarfs.

Eine Begutachtung kann sowohl im eigenen Heim, aber auch z. B. während eines stationären Aufenthalts erfolgen.

Bei der Begutachtung kann auf Wunsch des Pflegebedürftigen eine Vertrauensperson anwesend sein. Informationen von Angehörigen und Pflegepersonen, sowie die Pflegedokumentation sind vom Gutachter zu berücksichtigen. Dies ist ein sehr wertvolles Recht für den Antragsteller!!!

 

Die Begutachtung erfolgt durch einen zertifizierten Arzt oder eine Dipl. Gesundheits- u. Krankenpflegeperson.

Nach einer angemessen Zeit erhalten Sie einen schriftlichen Bescheid, über die Einstufung oder auch eine Ablehnung. Als Antragsteller haben Sie das Recht, das schriftliche Gutachten einzusehen und auch Einspruch gegen den Bescheid zu erheben.

 

 

In einem persönlichen Gespräch kann ich noch auf weitere Details, sowie Fragen von Ihnen eingehen!

 

Gerne stehe ich Ihnen bei der Beantragung beratend und bei der Begutachtung begleitend als Vertrauensperson zur Seite!

 

 

 

 

Gesetzliche Grundlagen (Rechtsvorschrift für das Bundespflegegeld lt. Fassung vom 02.11.2017)

https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10008859&FassungVom=2017-11-02

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